In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien verwandelte sich das Philipp-Melanchthon-Gymnasium Schmalkalden in eine große Forschungswerkstatt. Unter dem Motto „Expedition MINT 2026 – Forschen, Entdecken, Zukunft gestalten!“ verließen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 11 für vier Tage den gewohnten Unterricht und begaben sich auf eine spannende Reise durch die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Als ausgezeichnete MINT-freundliche Schule bot das PMG seinen Schülerinnen und Schülern eine außergewöhnliche Projektwoche, in der eigenständiges Forschen, kreatives Arbeiten und praktisches Lernen im Mittelpunkt standen. Jede Jahrgangsstufe beschäftigte sich mit eigenen Projekten und entdeckte MINT aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die fünften Klassen durchliefen im Rotationsprinzip vier abwechslungsreiche Projekte. Im naturwissenschaftlichen Experiment „Abbrennen einer Kerze“ untersuchten sie die Eigenschaften von Feuer und Verbrennung. Bei der Parksafari mit anschließender Eisherstellung lernten sie Pflanzen und Tiere ihrer Umgebung kennen und erfuhren gleichzeitig Spannendes über naturwissenschaftliche Prozesse bei der Herstellung von Speiseeis. Kreativität und Geschichte verband das Projekt „Höhlenmalerei“, bei dem die Schülerinnen und Schüler steinzeitliche Maltechniken kennenlernten und selbst ausprobierten. Ergänzt wurde das Programm durch Naturerlebnisse, bei denen die Natur mit allen Sinnen erforscht und entdeckt werden konnte.

Für die sechsten Klassen standen ebenfalls vier spannende Stationen auf dem Programm. In der Explorata Mitmachwelt konnten zahlreiche naturwissenschaftliche Phänomene selbstständig ausprobiert und erforscht werden. Beim Umweltprojekt beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Fragen des Umwelt- und Naturschutzes und entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltiges Handeln. Kreativität spielte im Projekt „Fantastische Naturwelten“ eine besondere Rolle, in dem Naturbeobachtungen künstlerisch umgesetzt wurden. Ein weiteres Highlight war der Biber-Workshop, bei dem die Kinder den heimischen Baumeister näher kennenlernten und spannende Einblicke in dessen Lebensweise erhielten.

Die siebten Klassen gingen auf Entdeckungsreise durch ihre Heimatregion. Bei der Vulkanwanderung auf dem Vulkanstieg in Kleinschmalkalden erkundeten sie die geologische Geschichte der Region. Im Klärwerk Niederschmalkalden erfuhren sie anschaulich, wie moderne Wasseraufbereitung funktioniert. Während der Exkursion zu den Wirbellosen untersuchten sie heimische Tierarten und ihre Lebensräume. Im Projekt „Local History Schmalkalden“ begaben sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einer externen Begleitung auf historische Spurensuche durch Schmalkalden und das Schloss Wilhelmsburg und entdeckten die Geschichte ihrer Heimatstadt neu.

Die achten Klassen verbanden Technik, Gesundheit, Geschichte und Ernährung auf spannende Weise. Im Bereich MBI-Programmierung programmierten die Schülerinnen und Schüler eigene Anwendungen im Robotikraum. Beim Tag der Gesundheit standen Bewegung, Ernährung und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. In der Neuen Hütte Weidebrunnerhielten sie faszinierende Einblicke in die Metallurgie und die industrielle Entwicklung der Region. Einen besonderen Blick in die Vergangenheit bot schließlich das Projekt „Romanisches Kochen“, bei dem historische Esskultur praktisch erlebt wurde.

Die neunten Klassen beschäftigten sich mit unterschiedlichsten wissenschaftlichen Fragestellungen. Bei Experimenten quer durch die Physik wurde selbst geforscht und ausprobiert. Während der Öko-Exkursion untersuchten die Schülerinnen und Schüler ökologische Zusammenhänge in der Region. Im Projekt Cyanotypie lernten sie ein historisches fotografisches Verfahren kennen und verbanden Naturwissenschaft mit Kreativität. Gleichzeitig eröffnete das bilinguale Projekt „Von den indigenen Völkern lernen“ spannende Perspektiven auf nachhaltiges Leben und traditionelle Wissenssysteme verschiedener Kulturen.

Die zehnten Klassen richteten ihren Blick bereits auf Wissenschaft und Studium. Ein Hochschultag mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt vermittelte erste Einblicke in universitäres Arbeiten und stellte zugleich den Bezug zum Seminarfach her. Gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum Schmalkalden arbeiteten die Jugendlichen an der Themenfindung für das Seminarfach. Weitere Höhepunkte waren die Exkursion zur Sternwarte Suhl sowie eine außergewöhnliche Exkursion nach Weimar, bei der Johann Wolfgang von Goethe als Naturwissenschaftler und MINT-Universalgenie im Mittelpunkt stand.

Die elften Klassen widmeten sich schließlich aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen und der Berufs- sowie Studienorientierung. Im bilingualen Projekt „Life-changing Innovations“ arbeiteten sie gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum Schmalkalden und Studierenden an Innovationen, die unsere Zukunft prägen. Eine Exkursion zur Friedrich-Schiller-Universität Jena ermöglichte Einblicke in Forschung und Studium. Parallel fanden vertiefende Angebote wie die Lichtwerkstatt, das Projekt „Musik und Zufall“ oder ein Besuch des Leuchtstoffwerks Breitungen statt. Den Abschluss bildete eine Exkursion in den Nationalpark Hainich, bei der biologische und ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort untersucht wurden.

Die MINT-Woche machte eindrucksvoll deutlich, dass Lernen weit über das Klassenzimmer hinausgehen kann. Durch die enge Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, spannende Lernorte und vielfältige Projektangebote erhielten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen und mögliche Berufsfelder.

Die Expedition MINT 2026 war damit weit mehr als eine Projektwoche. Sie zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und abwechslungsreich naturwissenschaftliche Bildung sein kann. Mit großem Engagement der Lehrkräfte sowie der Begeisterung der Schülerinnen und Schüler entstanden unzählige spannende Erfahrungen, kreative Ergebnisse und bleibende Erinnerungen – ein weiterer Beleg dafür, warum das Philipp-Melanchthon-Gymnasium seinen Ruf als MINT-freundliche Schule zu Recht trägt.

MIt freundlichen Grüßen

Robert Rommel (Projektleiter der MINT-Woche)